arte.png Der Film beginnt mit den üblichen Schnulzen und der Vorstellung der Personen. Auf den ersten Blick wirkt der Film langweilig und in die Länge gezogen. Aber ich lasse mich nicht abkriegen und schaue ihn bis zum Ende. Vielleicht kommt der Kick noch. Die Folgen wenn man einen Ausreiseantrag stehlt wurden gut dargestellt. Das man in seine Arbeit niedrige Arbeiten erledigen muss und auch die Kinder in der Schule benachteiligt werden. In einer Szene hat mach nedoch nicht auf alle Details geachtet. Als sie über ein Teil von Schrebergärten geschwengt sind, ist links ein Güterzug langgefahren, jedoch mit Waggons der Deutschen Bahn. Was haben die denn in der DDR zu suchen? Detailgetreu wurden auch die Machenschaften der Stasi nachgestellt, das Täuschen und die Irreführungen.

Der Film ist sehr Wahrheitsgetreu und man wird nicht mit viel Schnulzen und Nebensächlichkeiten zugetextet. Wenn man die RTL-”Events” mit dem ARD-Film vergleicht, hat der Film natürlich was einmaliges. Er ist sachlich gehalten und man driftet nicht zu stark von der eigentlichen Geschichte ab. Natürlich hat es ein Vorteil, wenn man nicht jede halbe Stunde durch eine Werbepause unterbrochen wird. Dieser Film, war einer der besten Filme, die ich dieses Jahre gesehen habe.

Zur Geschichte: Nachdem der Vater von Sara Bender gestorben ist reist ihr Stiefmutter in die DDR. Sie gibt Sara einige hundert Mark und wertvollen Schmuck. Peter Koch, ihr zukünftiger Ehemann, kauft ein Haus. Als er mit Sara in das neue Haus gehen sprechen sie über einen illegalen Weg um in die BRD zu reisen. Peter ist davon nicht begeistert für Sara steht der Entschluss jedoch fest. Sie ahnt nicht, was es für sie bedeutet. Sie haben einen Urlaub ans Schwarze Meer gebucht und machen sich auf die Reise. Auf dem Weg besorgen sie sich falsche Pässe für die BRD und sie begeben sich auf die Reise nach Deutschland. Auf dem Hauptbahnhof in Bukarest werden sie dann festgenommen und zum Verhör gebracht. Als sie zurück in der DDR sind werden Sara und ihre Töchter getrennt. Sara muss ins Gefängnis gehen und ihre Töchter kommen in Pflegefamilien, für ganze 2 Jahre. – Ende Teil 1 -

Der 2. Teil beginnt nach 2 Jahren, Sara hat kurze Haare und die beiden Töchter sind Teenager geworden. Nach 2 Jahren erfährt Sara das ihr Ausreiseantrag genehmigt wurde, ihre Töchter dürfen jedoch nicht mit ausreisen. Sara unterschreibt auf Drängen ihres Anwalts ein Formular und überträgt somit die vorläufige Pflegschaft der DDR, ihre Töchter kommen in Pflegefamilien. Da Sara das Formular unterschrieben hat, können die Kinder nicht ausreisen und ihr Antrag auf Familienzusammenführung wird abgelehnt. Sara fast daraufhin ein Entschluss und geht mit dem Fall an die Öffentlichkeit. Sie stellt sich an den Checkpoint Charlie in Berlin mit einem Schild um dem Hals. Darauf steht: “Gebt mir meine Kinder zurück!” Sie hatte auf dem Bahnhof in Bukarest einen Journalisten kenngelernt zu dem sie jetzt Vertrauen gewinnt. Der Journalist berichtet über ihre Sache in allen deutschen Zeitungen, ganz Deutschland kennt nun ihre Geschichte. Das Ministerium für innerdeutsche Beziehungen bittet sie jedoch bis zu einen Gesprächstermin nichts mehr in der Öffentlichkeit zu unternehmen. Dieser Bitte kommt sie nach. In Helsinki wird sie von den DDR-Schnüfflern in ein Hinterhalt gelockt, aber durch Jäger, die zufällig in der Nähe sind, kommt sie nocheinmal mit dem Leben davon. Der ganze Schwindel der DDR-Schnüffler fliegt auf und die Pflegemutter hat ein einsehen und verspricht den Kindern, das sie ausreisen können. Es ist der 25. August 2986 als Sara ihr beiden Töchter wieder in den Arm schließen kann und sie gemeinsam in die BRD gehen können, mit dabei ist ihr neuer Freund und Journalist Richard Panter.
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ard.PNGAm 30. September und 1. Oktober wird der Film als Zweiteiler auf ARD gesendet!